20.10.2026, 18:00 - 19:30
Online
Wirtschaftliche Strukturen sind eng mit Fragen von Geschlechtergerechtigkeit, Teilhabe und nachhaltiger Entwicklung verbunden. Gleichzeitig bleiben zentrale Aspekte wie Sorgearbeit, soziale und ökologische Gerechtigkeit sowie alternative Wirtschaftsmodelle in politischen und wirtschaftlichen Debatten oft unterbelichtet. Doch wie können Märkte und Wirtschaftsbeziehungen gerechter gestaltet werden? Anhand von Perspektiven aus Wissenschaft und Praxis sowie Beispielen aus Lateinamerika diskutieren wir, welche Ansätze zu mehr Geschlechtergerechtigkeit und nachhaltigem Wirtschaften beitragen können und welche politischen Rahmenbedingungen dafür notwendig sind.
Eine Veranstaltung des Landesbüros Baden-Württemberg der Friedrich-Ebert-Stiftung.
Anmeldung
https://www.fes.de/lnk/geschlechtergerechtigkeit-global-10-2026
Die Teilnahme ist kostenfrei.
Referentinnen:
Prof. Daniela Gottschlich ist Professorin für Nachhaltigkeit und Gesellschaftsgestaltung an der Hochschule für Gesellschaftsgestaltung in Koblenz und arbeitet seit vielen Jahren an der Schnittstelle von Wissenschaft und Praxis nachhaltiger Entwicklung. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in der Politischen Ökologie, Feministischen Ökonomik sowie der Verbindung von sozialer und ökologischer Gerechtigkeit und der Stärkung neuer Wirtschaftsmodelle.
Sarah Herold ist Projektleiterin der Friedrich-Ebert-Stiftung in Chile und arbeitet seit vielen Jahren zu feministischer Wirtschafts- und Fiskalpolitik sowie Care-Arbeit in Lateinamerika und koordiniert hierzu regionale Projekte, Forschungsarbeiten und Netzwerke. In ihrem Vortrag gibt sie Einblicke in aktuelle politische Entwicklungen und erfolgreiche Praxisbeispiele aus der Region.
Moderation: Dr. Friederike Beier ist Politikwissenschaftler*in und wissenschaftliche Mitarbeiter*in (Postdoc) am Margherita-von-Brentano Zentrum für Geschlechterforschung. Zuständigkeiten sind die Forschungskoordination der Geschlechterforschung der FU Berlin und die Koordination des Masterstudiengangs Gender, Intersektionalität und Politik. Friederike Beier habilitiert zu Theorien und Politiken der Zeit aus einer intersektionaler Geschlechterperspektive.
Weitere Termine der Reihe:
Mittwoch, 4.11.2026, 16:30-18:00 Uhr
Gleichberechtigung unter Druck – Globale Entwicklungen und ihre Folgen
Donnerstag, 19.11.2026, 12:00-13:30 Uhr
Frauen, Frieden, Sicherheit: Die UN-Resolution 1325 und die Bedeutung von Geschlechterperspektiven in Krisen und Kriegen