Für gute Arbeit und gutes Leben seit 1946 80 Jahre IG Metall Stuttgart

Mit dem Ziel, Arbeit und Gesellschaft neu zu gestalten legte die erste Vertreterversammlung am 6. April 1946 den Grundstein der IG Metall Stuttgart. Was danach kam, hat Geschichte geschrieben und es geht weiter.

Header 80 Jahre IG Metall Stuttgart (neu)

Seit 80 Jahren steht die IG Metall Stuttgart für gute Arbeit und ein gutes Leben. In acht Jahrzehnten haben sich die Mitglieder für ihre Interessen in Betrieb und Gesellschaft eingesetzt - gemeinsam, solidarisch und wirkmächtig. Im Jubiläumsjahr 2026 feiern wir diese Geschichte in kurzen Videos. Woche für Woche nehmen wir euch mit zu prägenden Meilensteinen der Stuttgarter Gewerkschaftsgeschichte, von 1946 bis heute: persönlich, bewegend und kompakt erzählt.

 

6. April 1946 - Der Beginn

80 Jahre IG Metall Stuttgart: am 6. April 1946 fand die erster Vertreterversammlung der Ortsverwaltung Stuttgart und Umgebung der „Industriegruppe Metall“ innerhalb des Württembergischen Gewerkschaftsbundes statt.

In der Einladung hieß es: „Starke Gewerkschaften sind die Voraussetzung für die Schaffung eines neuen demokratischen Deutschlands. Wollen wir uns bei der Mitbestimmung in der Wirtschaft durchsetzen, dann brauchen wir die aktive Mitarbeit aller Kollegen. Unsere gemeinsame Arbeit sind Bausteine für diesen Aufbau.“

Dieser Gedanke trägt uns bis heute. Gemeinsam stehen wir ein für gute Arbeit und gutes Leben. Danke an alle Kolleginnen und Kollegen, die diese Geschichte möglich gemacht haben: gestern, heute und morgen.

1946 - Die Jugend war von Anfang an dabei

1946 startete auch die IG Metall Jugend ihre Arbeit in Stuttgart – mit einer Konferenz in der Sängerhalle in Untertürkheim, wie sich Günther Sauter in den Nuller Jahren erinnerte. Er machte 1946 eine Ausbildung bei Heinkel in Stuttgart-Zuffenhausen und war später viele Jahre Betriebsrat bei Bosch. Wie für Sauter war die IG Metall-Jugend auch in den Folgejahrzehnten prägend. So auch für den Sindelfinger Daimler-Kollegen Erich Klemm, der 1999 bis 2014 Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats von Daimler war.

2004 - Demonstration auf der B10

Während das DaimlerCrysler Werk Untertürkheim 100jähriges Jubiläum feierte, legte sich der Konzern gleichzeitig massiv mit den Beschäftigten an. Rund 10 000 Arbeitsplätze sollten ins Ausland verlagert werden, zudem wollte man Erholzeitpausen und Schichtzuschläge streichen. Der Gesamtbetriebsrat beschloss ein gemeinsames Vorgehen aller Standorte gegen die Angriffe des Vorstandes. Die heftigsten Kämpfe gab es im Werk Stuttgart-Untertürkheim. Höhepunkt war eine spontane Demonstration der Kolleg*innen aus Mettingen, die über die B10 nach Untertürkheim führte.

1963 - Willi Bleichers Worte stimmen bis heute

Willi Bleichers Rede ist zwar schon über 60 Jahre her, aber noch heute hat er Recht, wenn er das Jammern der Arbeitgeberseite vor jeder Tarifverhandlung sowie das Auseinandergehen der Schere zwischen Arm und Reich kritisiert.

2026 - IG Metall Jugend heute: "Zukunft geht uns alle an"

Zukunft geht uns alle an, aber viel zu oft wird die Jugend in der Politik überhört. Stimmen aus der IG Metall Jugend Stuttgart sagen klar: Wir brauchen gut ausgebildete Nachwuchskräfte, sichere Perspektiven sowie echte Beteiligung und nur mit Solidarität und Engagement setzen wir unsere Interessen durch.

1984 - Kampf um die 35-Stunden-Woche

Fast sieben Wochen lang streikten 1984 die Beschäftigten in der westdeutschen Metallindustrie. Ihr Ziel: die Verkürzung der Arbeitszeit von 40 auf 35 Stunden pro Woche. Die IG Metall wollte angesichts hoher Arbeitslosigkeit Arbeitsplätze sichern und neue schaffen. Es ging aber auch um mehr Freizeit: „Mehr Zeit zum Leben, Lieben, Lachen“ – so lautete deshalb ein Motto des Streiks.

1956 - Samstags gehört Vati mir!

In den 1950er Jahren arbeitete ein Industriearbeiter 48 Stunden in der Woche – inklusive Samstag. Die Forderung nach mehr „freier Zeit“ wurde wieder lauter. Mit dem Slogan „Samstags gehört Vati mir“ starteten die IG Metall und die anderen DGB-Gewerkschaften ihre Kampagne für eine Fünf-Tage-Woche mit 40 Arbeitsstunden. Das Plakat ist bis heute eines der bekanntesten Motive zum 1. Mai.

Diese Seite wird im Laufe des Jahres mit neuen Videos und anderen Inhalten ergänzt. Schau' regelmäßig vorbei und folge uns auf unseren Social-Media-Kanälen!