Veranstaltung der der FES
Gleichberechtigung unter Druck – Globale Entwicklungen und ihre Folgen 

Der weltweite Anti-Gender-Backlash gewinnt zunehmend an Dynamik und gefährden hart erkämpfte Fortschritte in den Bereichen Gleichstellung und Menschenrechte in vielen Ländern. Eine Veranstaltung des Landesbüros Baden-Württemberg der Friedrich-Ebert-Stiftung.


Veranstaltungszeit

04.11.2026, 16:30 - 18:00

Veranstaltungsort

Online

Der weltweite Anti-Gender-Backlash gewinnt zunehmend an Dynamik und gefährden hart erkämpfte Fortschritte in den Bereichen Gleichstellung und Menschenrechte in vielen Ländern. Die Akteur/innen der Anti-Gender Bewegung sind gut finanziert und international vernetzt mit dem Ziel Menschen- und LGBTIQ* Rechte gezielt abzubauen, traditionelle Geschlechterrollen zu festigen und eine alternative internationale Ordnung zu etablieren. Diese Rückschritte sind Teil einer umfassenderen Bemühung, Machtstrukturen neu zu gestalten, und stellen eine direkte Bedrohung für Demokratie und Geschlechtergleichstellung dar.

Welche weitreichenden Folgen diese Entwicklung global für Frauen mit sich bringt, wird mit Blick auf sexuelle und reproduktive Rechte deutlich. Millionen Menschen weltweit haben weiterhin keinen sicheren Zugang zu Verhütungsmitteln, Aufklärung oder reproduktiven Gesundheitsdiensten – Faktoren, die eng mit Armutsbekämpfung, Bildungschancen und Gesundheitssystemstärkung verbunden sind. Die Veranstaltung beleuchtet die Auswirkungen auf Entwicklungszusammenarbeit, Gesundheitsversorgung, Frauen- und LGBTIQ* Rechte und diskutiert Ansätze, um Schutz, Zugang und Gleichberechtigung nachhaltig zu stärken.

Eine Veranstaltung des Landesbüros Baden-Württemberg der Friedrich-Ebert-Stiftung.

Anmeldung
https://www.fes.de/veranstaltungen/veranstaltungsdetail/290517/anmelden 
Die Teilnahme ist kostenfrei.

Referentinnen:
Katia Schnellecke ist Referentin für Internationale Geschlechtergerechtigkeit und Feminismus bei der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES). Sie arbeitet zu globalen feministischen Perspektiven, Geschlechtergerechtigkeit und den Auswirkungen antifeministischer Bewegungen auf Demokratie und gesellschaftlichen Wandel und entwickelt gemeinsam mit internationalen Partner*innen Strategien für mehr Gleichstellung und soziale Gerechtigkeit. Ludmilla Schlageter leitet die Advocacy-Arbeit der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW) in Deutschland sowie das Berliner Büro der Organisation. Sie verfügt über langjährige Erfahrung in den Bereichen globale Gesundheit, Entwicklungspolitik und internationale Zusammenarbeit und setzt sich insbesondere für sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte, Geschlechtergerechtigkeit sowie eine stärkere politische Priorisierung globaler Gesundheitsfragen ein.

Moderation:
Dr. Friederike Beier ist Politikwissenschaftler*in und wissenschaftliche Mitarbeiter*in (Postdoc) am Margherita-von-Brentano Zentrum für Geschlechterforschung. Zuständigkeiten sind die Forschungskoordination der Geschlechterforschung der FU Berlin und die Koordination des Masterstudiengangs Gender, Intersektionalität und Politik. Friederike Beier habilitiert zu Theorien und Politiken der Zeit aus einer intersektionaler Geschlechterperspektive.

Weitere Termine der Reihe:
Donnerstag, 19.11.2026, 12:00-13:30 Uhr
Frauen, Frieden, Sicherheit: Die UN-Resolution 1325 und die Bedeutung von Geschlechterperspektiven in Krisen und Kriegen