01.09.2026, 17:00 - 18:30
Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus
Stauffenberg-Platz
70173 Stuttgart
Seit 1957 begehen die Gewerkschaften alljährlich den 1. September als Antikriegstag.
Selten war es so wichtig, für den Frieden auf die Straße zu gehen, wie in dieser Zeit.
Am 1. September, dem Jahrestag des Beginns des Zweiten Weltkriegs und damit dem Antikriegstag, rufen der DGB Stadtverband Stuttgart und die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) Stuttgart gemeinsam zur Kundgebung auf.
Kundgebung zum Antikriegstag
am 1. September 2026
um 17:00 Uhr
am Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus
Planie, 70173 Stuttgart
Es sprechen unter anderem:
Leonie Knoll, DGB-Regionsgeschäftsführerin
Anthony Cipriano, Geschäftsführer VVN-BdA Baden-Württemberg
Der DGB und die Friedensbewegung haben aus der Geschichte zweier Weltkriege gelernt:
„Nie wieder Faschismus!“
„Nie wieder Krieg!“
Wir stehen für eine Friedenspolitik, in deren Mittelpunkt gemeinsame Sicherheit durch Krisen- und Konfliktprävention sowie zivile Friedenssicherung stehen. Dazu gehören Diplomatie, Entwicklungszusammenarbeit, humanitäre Hilfe und eine faire Handelspolitik.
Damit verbunden ist unser klares Bekenntnis zu einer multilateralen Völkerrechtsordnung, in deren Mittelpunkt das Gewaltverbot der UN-Charta, das humanitäre Völkerrecht und die internationalen Mechanismen zur friedlichen Konfliktlösung stehen.
Weltweit scheint sich zunehmend eine Politik der Konfrontation durchzusetzen, in der das Recht des Stärkeren immer mehr an die Stelle des Völkerrechts tritt. Gleichzeitig erleben wir einen beispiellosen Hochrüstungskurs und eine zunehmende Militarisierung unserer Gesellschaft.
Dem stellen wir uns entgegen.
Die Bundesregierung setzt auf massive zusätzliche Ausgaben für die Bundeswehr und richtet ihre Sicherheitspolitik immer stärker an militärischer Aufrüstung aus. Gleichzeitig stehen unsere Kommunen, unsere Schulen, Krankenhäuser und die öffentliche Infrastruktur unter enormem Druck.
Das lehnen wir ab.
Sicherheit darf nicht gegen soziale Sicherheit ausgespielt werden.
Für uns ist klar:
Sicherheit beruht auch auf sozialer Gerechtigkeit.
Der Hochrüstungskurs darf nicht dazu führen, dass bei Sozialem, Bildung, Gesundheit, Infrastruktur und öffentlicher Daseinsvorsorge weiter gespart wird.
Immer mehr Waffen und eine Politik der „Kriegstüchtigkeit“ schaffen keinen Frieden. Sie schaffen auch keine funktionierende Daseinsvorsorge und keine starke Demokratie.
Dem setzen wir eine Politik der „Friedensfähigkeit“ entgegen.
Wir wollen den Frieden gewinnen und nicht den Krieg.
Dafür treten wir ein.
Wir brauchen Diplomatie und Friedensverhandlungen – unter anderem in der Ukraine, in Gaza und im Iran.
Wir brauchen Abrüstung und Rüstungskontrolle. Wir brauchen eine Stärkung des Völkerrechts und eine internationale Politik, die auf Zusammenarbeit statt Konfrontation setzt.
Nur so werden Deutschland, Europa und die ganze Welt sicherer.
Als Gewerkschaften wissen wir: Frieden und soziale Gerechtigkeit gehören zusammen. Wo Menschen gegeneinander ausgespielt werden, wo soziale Unsicherheit wächst und wo Solidarität durch Ausgrenzung ersetzt werden soll, hat auch der Frieden einen schweren Stand.
Deshalb stehen wir am Antikriegstag gemeinsam auf der Straße.
Für Frieden.
Für soziale Gerechtigkeit.
Für Demokratie und Menschenrechte.
Gegen Faschismus, Aufrüstung und Krieg.
Kommt am 1. September 2026 um 17 Uhr zum Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus.
Lasst uns gemeinsam ein Zeichen setzen:
Nie wieder Faschismus!
Nie wieder Krieg!
Friedensfähig statt kriegstüchtig!