Tarifrunde Metall- & Elektroindustrie 2026 Warnstreiks Bei Mercedes-Benz in Sindelfingen und Untertürkheim mit starkem Zeichen

Mit Warnstreiks bei Mercedes-Benz in Sindelfingen und Untertürkheim erreichten die Arbeitskampfmaßnahmen der IG Metall Stuttgart in den Tarifverhandlungen der Metall- und Elektroindustrie ihren vorläufigen Höhepunkt.

Hinweis: No model release. Weitergabe nur für redaktionellen Zwecke.

6. November 2026 6. November 2026


Mit Warnstreiks bei Mercedes-Benz in Sindelfingen und Untertürkheim erreichten die Arbeitskampfmaßnahmen der IG Metall Stuttgart in den Tarifverhandlungen der Metall- und Elektroindustrie ihren vorläufigen Höhepunkt. 

Am Freitagmorgen waren die Beschäftigten der Früh- und Normalschicht von Mercedes-Benz am Standort Sindelfingen sowie von Rhenus und Schnellecke in Sindelfingen zum Warnstreik aufgerufen. 7.500 von ihnen kamen zur Kundgebung zusammen und setzten ein eindrucksvolles Zeichen dafür, dass sie hinter den Forderungen der IG Metall nach Sicherheit für Einkommen und Arbeitsplätze stehen. Bereits in der Nacht hatten sich in den Spät- und Nachtschichten über 4.000 Beschäftigte an Warnstreiks beteiligt.

Auf der Kundgebung am Morgen in Sindelfingen sprachen (in der Reihenfolge der Kundgebungsbeiträge):


Eleftherios Tolmidis, Vertrauenskörperleiter Mercedes-Benz Standort Sindelfingen<br/><br/>Hinweis: No model release. Weitergabe nur für redaktionellen Zwecke.

Eleftherios Tolmidis, Vertrauenskörperleiter Mercedes-Benz Standort Sindelfingen: „Wer Respekt fordert, muss Respekt zeigen. Wer Spitzenleistung erwartet, muss faire Entgelterhöhungen anbieten. Und wer Zukunft für die Industrie will, muss die Menschen stärken, die diese Zukunft jeden Tag möglich machen.“


Liane Papaioannou, Erste Bevollmächtigte und Geschäftsführerin der IG Metall Stuttgart<br/><br/>Hinweis: No model release. Weitergabe nur für redaktionellen Zwecke.

Liane Papaioannou, Erste Bevollmächtigte und Geschäftsführerin der IG Metall Stuttgart: „Wir haben in der dritten Verhandlungsrunde einen konkreten Lösungsvorschlag vorgelegt, der Investitionen und Beschäftigung sichert. Wenn Beschäftigte Zugeständnisse machen sollen, müssen dafür verbindliche Zusagen für Jobs, Standorte und Investitionen stehen. Unser Ziel ist ein Abschluss, der das Leben der Beschäftigten besser und sicherer macht. Mit mehr Geld und verbindlichen Perspektiven für die Arbeit von morgen.“


Ergun Lümali, Betriebsratsvorsitzender Mercedes-Benz Standort Sindelfingen und Gesamtbetriebsratsvorsitzender Mercedes-Benz<br/><br/>Hinweis: No model release. Weitergabe nur für redaktionellen Zwecke.

Ergun Lümali, Betriebsratsvorsitzender Mercedes-Benz Standort Sindelfingen und Gesamtbetriebsratsvorsitzender Mercedes-Benz: „Ein starker Stern braucht starke Standorte und eine starke Belegschaft. Die Beschäftigten erwarten Investitionen statt Kahlschlag, neue Produkte und verlässliche Perspektiven für ihre Arbeitsplätze. Zugleich spüren sie die gestiegenen Lebenshaltungskosten jeden Tag im Geldbeutel. Deshalb braucht es ein ordentliches Plus, das ihre Kaufkraft sichert. Gerade jetzt kommt es darauf an, gemeinsam Stärke und Zusammenhalt zu zeigen. Denn wer Zukunft für unsere deutschen Standorte will, muss heute in sie und die Menschen investieren.“


Am Standort Untertürkheim waren bereits am frühen Morgen die Beschäftigten der Nachtschicht von Mercedes-Benz, Preymesser, Van Eupen Logistik, DP World und RCL Automotive zum Warnstreik aufgerufen gewesen, um 12 Uhr folgten die Beschäftigten der Früh- und Normalschicht. Zu der Zeit waren auch die Beschäftigten der Mercedes-Benz Zentrale an den Standorten Untertürkheim, Vaihingen und Pragsattel und der Daimler Truck AG Zentrale Stuttgart am Standort Untertürkheim zum Warnstreik aufgerufen. In diesen Betrieben verliehen rund 6.000 Beschäftigte ihren Forderungen durch Warnstreik und betriebsinterne Aktionen Nachdruck.

Am Abend werden dann noch die Beschäftigten der Spätschicht von Mercedes-Benz, Preymesser, Van Eupen Logistik, DP World und RCL Automotive am Standort Untertürkheim zum Warnstreik aufgerufen.