Tarifrunde Metall- & Elektroindustrie 2026 Warnstreiks in Zuffenhausen und Schwieberdingen: Tausende Beschäftigte machen Druck für Forderungen

Mit Kundgebungen in Zuffenhausen und Schwieberdingen setzen die Beschäftigten ihre Warnstreiks in der Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie fort.

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4. November 2026 4. November 2026


Mit Kundgebungen in Zuffenhausen und Schwieberdingen setzen die Beschäftigten ihre Warnstreiks in der Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie fort.

Am Mittwochvormittag kamen mehr als 3.500 Beschäftigte von Porsche Zuffenhausen, Porsche Weissach, Porsche Engineering Service, Porsche Engineering Group, Porsche Deutschland, Porsche Financial Services und der Siemens Niederlassung Stuttgart zur Demonstration und Kundgebung in Zuffenhausen zusammen.

Auf der Kundgebung in Zuffenhausen sprachen (in der Reihenfolge der Kundgebungsbeiträge):


Tamara Hübner, Zweite Bevollmächtigte und Geschäftsführerin der IG Metall Stuttgart<br/><br/>Hinweis: No model release. Weitergabe nur für redaktionelle Zwecke.

Tamara Hübner, Zweite Bevollmächtigte und Geschäftsführerin der IG Metall Stuttgart: „Hier bei uns steckt Können, das über Generationen gewachsen ist. Wer das heute abbaut, kann es morgen nicht einfach zurückbestellen. Darum fragen wir die Arbeitgeber noch einmal: Glaubt ihr an diesen Standort? Glaubt ihr an „Made in Germany“? Dann investiert hier, in moderne Produkte, Innovation und Qualifizierung. Gebt den Menschen eine Perspektive! Durch eure Beschäftigten seid ihr groß geworden. Jetzt müsst ihr mit ihnen Zukunft schaffen.“


Ibrahim Aslan, Gesamt- und Konzernbetriebsratsvorsitzender, Betriebsratsvorsitzender Zuffenhausen / Ludwigsburg / Sachsenheim der Porsche AG<br/><br/>Hinweis: No model release. Weitergabe nur für redaktionelle Zwecke.

Ibrahim Aslan, Gesamt- und Konzernbetriebsratsvorsitzender, Betriebsratsvorsitzender Zuffenhausen / Ludwigsburg / Sachsenheim der Porsche AG: „Wir kämpfen in dieser Tarifrunde nicht nur für mehr Geld. Es geht um sichere Arbeitsplätze und um die Zukunft unserer Industrie in Baden-Württemberg und Deutschland. Für uns bei Porsche ist klar: Je mehr wir in dieser Tarifrunde herausholen, desto schneller haben wir unseren Beitrag aus dem Zukunftspaket geleistet. Aber die Beschäftigten können die Zukunft unserer Industrie nicht allein sichern. Jetzt müssen Unternehmen und Politik ihren Beitrag leisten. Die Unternehmen müssen in neue Produkte, neue Technologien, moderne Standorte und in die Qualifizierung ihrer Beschäftigten investieren. Die Politik muss für bezahlbare Energie und verlässliche Bedingungen sorgen. Denn wer nur spart, gefährdet Arbeitsplätze, Standorte und am Ende die Zukunft unserer Industrie.“


Carsten Schumacher, Betriebsratsvorsitzender Porsche AG Weissach<br/><br/>Hinweis: No model release. Weitergabe nur für redaktionelle Zwecke.

Carsten Schumacher, Betriebsratsvorsitzender Porsche AG Weissach:  „Wir sind eine Belegschaft, eine Stimme. Deshalb lassen wir niemanden zurück. Solidarität und Arbeitsplatzsicherheit gehören für uns zusammen. Wer die Zukunft sichern will, muss heute investieren: in unsere Standorte, in innovative Produkte und vor allem in die Menschen.“


Daniela Rathe, Vertrauenskörperleiterin Porsche AG Zuffenhausen<br/><br/>Hinweis: No model release. Weitergabe nur für redaktionelle Zwecke.

Daniela Rathe, Vertrauenskörperleiterin Porsche AG Zuffenhausen: „Ein Bekenntnis zu den Menschen, die hier leben, bedeutet auch ein Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg. Beides geht nur zusammen.“


Bei der gemeinsamen Kundgebung der zum Warnstreik aufgerufenen Beschäftigten von Bosch Schwieberdingen und Bosch Rexroth in Schwieberdingen kamen am frühen Nachmittag 250 Beschäftigte zusammen. Dort sprachen Tobias Möhle, Betriebsratsvorsitzender Bosch Schwieberdingen, Markus Jester, Betriebsratsvorsitzender Bosch Rexroth, Christian Schultheiss, stellvertretender Vertrauenskörperleiter Bosch Schwieberdingen, und Stefanie Holtz, Gewerkschaftssekretärin der IG Metall Stuttgart. Sie bekräftigten die Forderungen der IG Metall und betonten, dass die Technik von morgen auch weiterhin in Schwieberdingen und der Region entwickelt werden müsse.