Tarifrunde Metall- & Elektroindustrie 2026 Warnstreik-Auftakt in Stuttgart - Aktionstag in Feuerbach mit 1.000 Beschäftigten

In der Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie hat die IG Metall Stuttgart zu ihrem Warnstreik-Auftakt mit dem Aktionstag in Feuerbach ein Zeichen in Richtung Arbeitgeber geschickt.

Stuttgart, Baden-Württemberg, 03.11.2026:
M+E-Tarifrunde der IG Metall: Gemeinsame Kundgebung zahlreicher Betriebe zum Warnstreik in Stuttgart-Feuerbach

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3. November 2026 3. November 2026


In der Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie hat die IG Metall Stuttgart zu ihrem Warnstreik-Auftakt mit dem Aktionstag in Feuerbach ein Zeichen in Richtung Arbeitgeber geschickt. Am Dienstagvormittag legten rund 1.000 Beschäftigte mehrerer Betriebe, die ihren Sitz in Feuerbach und Umgebung haben, die Arbeit nieder und beteiligten sich an einer Kundgebung vor dem Werkstor bei Bosch in Feuerbach.

Aufgerufen waren die Beschäftigten von Bosch Feuerbach, Bosch Leonberg, Bosch Renningen, Bosch Sicherheitssysteme, Bosch Schillerhöhe, Bosch BSS, Coperion, Haushahn, Koenig & Bauer MetalPrint, MAHLE, MAHLE Thermal and Fluid Systems, Nokia und Voith. Unterstützt wurden die Warnstreikenden von Solidaritätsdelegationen der Mercedes-Benz Standorte Untertürkheim und Sindelfingen.

Auf der Kundgebung vor Ort sprachen (in der Reihenfolge der Kundgebungsbeiträge):


Antonio Potenza, Kassierer und Geschäftsführer der IG Metall Stuttgart<br/><br/>Notiz: No model release. Kein Einverständnis für Werbung, keine Weitergabe an Dritte.

Antonio Potenza, Kassierer und Geschäftsführer der IG Metall Stuttgart: „Die Beschäftigten haben heute ein unübersehbares Signal gesendet: Wir lassen uns weder mit 1,3 Prozent noch mit leeren Versprechen zur Zukunft unserer Arbeitsplätze abspeisen. Dieses Angebot ist keine Grundlage für eine Einigung, sondern eine Provokation. Wer an ‚Made in Germany‘ und den Industriestandort Stuttgart glaubt, muss jetzt ein ordentliches Entgeltangebot vorlegen, in unsere Standorte investieren und Beschäftigung verbindlich sichern. Die Beschäftigten sind bereit, für mehr Geld und mehr Sicherheit zu kämpfen. Wenn die Arbeitgeber den Konflikt weiter verschärfen, werden wir den Druck erhöhen.“


Mila Aleksic, Vorsitzende der Jugend- und Auszubildendenvertretung Bosch Feuerbach<br/><br/>Notiz: No model release. Kein Einverständnis für Werbung, keine Weitergabe an Dritte.

Mila Aleksic, stellvertretende Vorsitzende der Jugend- und Auszubildendenvertretung Bosch Feuerbach: „Wir als junge Generation wollen nicht nur dabei zusehen, wie die Arbeitgeber über unsere Zukunft entscheiden, sondern wir wollen mitgestalten!“


Frank Sell, Betriebsratsvorsitzender am Standort Feuerbach, Gesamtbetriebsratsvorsitzender des Unternehmensbereichs Mobility der Bosch Gruppe und stellvertretender Vorsitzender im Aufsichtsrat der Robert Bosch GmbH<br/><br/>Notiz: No model release. Kein Einverständnis für Werbung, keine Weitergabe an Dritte.

Frank Sell, Betriebsratsvorsitzender am Standort Feuerbach, Gesamtbetriebsratsvorsitzender des Unternehmensbereichs Mobility der Bosch Gruppe und stellvertretender Vorsitzender im Aufsichtsrat der Robert Bosch GmbH:  „Was wir jetzt brauchen, sind Stabilität und verlässliche Zukunftsperspektiven auch in unsicheren Zeiten. In den Verhandlungen zum Personalabbau haben die Mitarbeitenden bereits viele Zugeständnisse gemacht – jetzt ist die Arbeitgeberseite dran! Die Mitarbeitenden erwarten zu Recht Sicherheit und Zuverlässigkeit. Mit der heutigen Kundgebung in Feuerbach senden wir daher das klare Signal an die Arbeitgeberseite, jetzt ihren Teil der Verantwortung einzugehen und den Mitarbeitenden Respekt und Wertschätzung entgegenzubringen.“


Boris Schwuerz, Gesamtbetriebsratsvorsitzender Mahle<br/><br/>Notiz: No model release. Kein Einverständnis für Werbung, keine Weitergabe an Dritte.

Boris Schwuerz, Gesamtbetriebsratsvorsitzender Mahle: „5 % sind mehr als gerecht. Die Beschäftigten halten die Industrie am Laufen. Sie leisten jeden Tag ihren Beitrag. Jetzt sind die Arbeitgeber gefordert, Verantwortung zu übernehmen! Sparpolitik auf unserem Rücken und Profite auf Kosten unserer Zukunft erteilen wir eine klare Absagen.“


Ronny Schwarz, Betriebsratsvorsitzender Koenig & Bauer MetalPrint<br/><br/>Notiz: No model release. Kein Einverständnis für Werbung, keine Weitergabe an Dritte.

Ronny Schwarz, Betriebsratsvorsitzender Koenig & Bauer MetalPrint: "In der Tarifrunde und bei betrieblichen Auseinandersetzungen gilt dasselbe wie in der Physik: Druck erzeugt Gegendruck! Je stärker der Druck auf die Beschäftigten, desto größer der Zusammenhalt und die Entschlossenheit sich zu wehren. Das kann Kräfte freisetzen, die man vorher unterschätzt hat."


Ronny Schwarz, Betriebsratsvorsitzender Koenig & Bauer MetalPrint<br/><br/>Notiz: No model release. Kein Einverständnis für Werbung, keine Weitergabe an Dritte.

Andreas Kölpin, Vertrauenskörperleiter Bosch Feuerbach: „Das Angebot der Arbeitgeber zum Thema Krankenstand finde ich gut, die Arbeitgeber müssen nur erkennen, was die Menschen krank macht. Ein großer Teil der Kranktage ist sicherlich der zunehmenden Arbeitsverdichtung und dem ständigen Reden von Verlagerungen und Arbeitsplatzabbau geschuldet.“