Tarifrunde Metall- und Elektroindustrie 2026 Mit Druck zum Verhandlungsauftakt

Am 7. Oktober starteten in Ludwigsburg die Tarifverhandlungen in der Metall- und Elektroindustrie. Mit einer Aktion vor dem Verhandlungslokal unterstrichen die Beschäftigten ihre Forderungen.

Aktionstag 7. Oktober Ludwigsburg

8. Oktober 2026 8. Oktober 2026


Mit einer kämpferischen Aktion haben gut 3.500 Beschäftigte aus ganz Baden-Württemberg zum Auftakt der Tarifverhandlungen in der Metall- und Elektroindustrie 2026 ihren Forderungen Nachdruck verliehen. Unter ihnen waren zahlreiche Kolleginnen und Kollegen sowie die Seniorinnen und Senioren der IG Metall Stuttgart. Gemeinsam machten sie deutlich: Die Beschäftigten erwarten Bewegung am Verhandlungstisch und sind bereit, für ihre Forderungen einzustehen.

Der Aktionstag stand unter dem Zeichen von mehr Kaufkraft, sicheren Arbeitsplätzen und einer guten Zukunft für die Industrie. Die Beschäftigten fordern eine Entgelterhöhung von 5 Prozent, um die gestiegenen Lebenshaltungs-, Wohn- und Gesundheitskosten auszugleichen. Darüber hinaus setzt sie sich für die Sicherung von Arbeitsplätzen und Standorten ein und fordern eine tarifliche Gewinnbeteiligung in wirtschaftlich besonders erfolgreichen Unternehmen. Zudem sollen Beschäftigte in unteren Entgeltgruppen durch eine soziale Komponente besser gestellt werden.

Die Aktion startete um 11:30 Uhr am Bahnhof Ludwigsburg. Von dort aus zogen die Kolleginnen und Kollegen zum Verhandlungslokal, dem Forum am Schlosspark, wo um 13 Uhr die große Kundgebung stattfand. Fahnen, Transparente, Sprechchöre und kämpferische Reden sorgten für eine kraftvolle Atmosphäre und machten deutlich, dass die Beschäftigten geschlossen hinter den Forderungen der IG Metall stehen.

Gerade in einer Zeit, in der viele Betriebe vor großen Herausforderungen stehen und gleichzeitig andere Unternehmen gute Geschäfte machen, erwarten die Beschäftigten faire Lösungen für alle. Die Botschaft aus Ludwigsburg war deshalb unmissverständlich: Wer die Zukunft der Industrie sichern will, muss in die Beschäftigten investieren, ihre Kaufkraft stärken und Perspektiven für gute Arbeit schaffen.

Die erste Verhandlungsrunde blieb derweil ohne Ergebnis, die Arbeitgeberseite brachte kein Angebot mit. Die nächsten Verhandlungen finden am 27. Oktober statt.

Die große Beteiligung und die entschlossene Stimmung beim Tarifauftakt zeigen: Die Kolleginnen und Kollegen sind bereit, gemeinsam für ihre Forderungen einzustehen. Die IG Metall wird mit Rückenwind aus den Betrieben in die Verhandlungen gehen und den Druck auf die Arbeitgeber aufrechterhalten. Gemeinsam sind wir stark.

Danke an die Kolleginnen und Kolleginnen, die dabei waren, u.a. von Mercedes-Benz Sindelfingen und Untertürkheim, der Mercedes-Benz Zentrale, Daimler Truck, Porsche Zuffenhausen und Weissach, Bosch Feuerbach, Leonberg, Renningen, Schwieberdingen, Bosch Sicherheitssysteme, Bosch BKK, Coperion, Koenig&Bauer MetalPrint, Mahle, Faurecia ECT, Fortuna Spezialmaschinen, Gretsch-Unitas, Hitachi Rail GTS, Nokia Solutions and Networks, Phoenix Contact, RAS Reinhardt Maschinenbau, SEG Automotive Germany, Thales Deutschland, Trumpf, Voith Turbo und Woodward L'Orange.