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Mit einer feierlichen Kranzniederlegung neben dem Mercedes-Benz Museum gedachten die IG Metall-Vertrauensleute dem Ende des Zweiten Weltkriegs und der Befreiung vom Nationalsozialismus.
IG Metall Stuttgart
8. Mai 20268. Mai 2026
Kranzniederlegung der IG Metall‑Vertrauensleute am Mahnmal „Tag und Nacht“
Stille senkte sich über das Mahnmal „Tag und Nacht“ neben dem Mercedes‑Benz Museum, als sich die IG Metall‑Vertrauensleute der Standorte Untertürkheim und Sindelfingen versammelten. Mit einer feierlichen Kranzniederlegung gedachten sie dem Ende des Zweiten Weltkriegs und der Befreiung vom Nationalsozialismus. Das Mahnmal erinnert an die Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter, die während der NS‑Diktatur in den damaligen Daimler‑Werken unter unmenschlichen Bedingungen arbeiten mussten.
Foto: Ümit Akgün
Gregor Kühnhausen, Sprecher der Bereichs-Vertrauenskörperleitung im Werksteil Hedelfingen eröffnete die Feierlichkeit. Er unterstrich, dass gewerkschaftliches Handeln untrennbar mit dem Einsatz für Demokratie, Menschenwürde und Solidarität verbunden ist. Werte, die gerade vor dem Hintergrund der historischen Erfahrungen in den Betrieben eine besondere Bedeutung haben.
Foto: Ümit Akgün
In ihren Redebeiträgen erinnerten die beiden Vertrauenskörperleiter der Standorte an die Verantwortung, die aus der Geschichte erwächst. Eleftherios Tolmidis, Vertrauenskörperleiter am Mercedes‑Benz Standort Sindelfingen, machte deutlich, dass Erinnern kein Selbstzweck sei, sondern Mahnung und Auftrag zugleich. Jose‑Miguel Revilla Colino, Vertrauenskörperleiter am Standort Untertürkheim, betonte die Bedeutung von Solidarität und Zivilcourage, damals wie heute.
Foto: Ümit Akgün
Foto: Ümit Akgün
Für den musikalischen Rahmen sangen die Teilnehmenden gemeinsam das Lied „Die Moorsoldaten“, eines der bekanntesten Lieder aus dem antifaschistischen Widerstand.
Foto: Ümit Akgün
Die Kranzniederlegung war mehr als ein formeller Akt. Sie war ein gemeinsames Zeichen gegen das Vergessen und gegen jede Form von Menschenfeindlichkeit. Gerade an Orten industrieller Arbeit, an denen im Nationalsozialismus Ausbeutung und Zwang herrschten, bleibt das Erinnern eine Aufgabe der Gegenwart.